Bava Batra 115

Kapitel 115

א למדורה וקדרות מקיפות אותה
1 einem von Töpfen umgebenen Herdfeuer. –
ב מטה של תלמידי חכמים כיצד כל שאין תחתיה אלא סנדלין בימות החמה ומנעלין בימות הגשמים ושל עם הארץ דומה לאוצר בלוס:
2 Wie muß das Bett eines Schriftgelehrten sein? – Unter diesem dürfen sich im Sommer nur die Sandalen und in der Regenzeit nur die Schuhe befinden. Das eines Menschen aus dem gemeinen Volke gleicht einem vollgestopften Speicher.
ג ר' בנאה הוה קא מציין מערתא כי מטא למערתא דאברהם אשכחיה לאליעזר עבד אברהם דקאי קמי בבא א"ל מאי קא עביד אברהם א"ל גאני בכנפה דשרה וקא מעיינא ליה ברישיה
3 Einst zeichnete R. Banaá die Grüfte, und als er an die Gruft Abrahams herankam, traf er Elie͑zer, den Knecht Abrahams, vor der Tür stehen. Da fragte er ihn, was Abraham tue. Dieser erwiderte: Er liegt am Busen der Sara und sie untersucht ihm das Haupt.
ד א"ל זיל אימא ליה בנאה קאי אבבא א"ל ליעול מידע ידיע דיצר בהאי עלמא ליכא עייל עיין ונפק
4 Da sprach er zu ihm: Geh, melde ihm, Banaá stehe an der Tür. Jener sprach: Er mag eintreten; es ist ja bekannt, daß in dieser Welt der böse Trieb nicht vorhanden ist. Da ging er hinein, sah sich um und kam heraus.
ה כי מטא למערתא דאדם הראשון יצתה בת קול ואמרה נסתכלת בדמות דיוקני בדיוקני עצמה אל תסתכל הא בעינא לציוני מערתא כמדת החיצונה כך מדת הפנימית ולמ"ד שני בתים זו למעלה מזו כמדת עליונה כך מדת התחתונה
5 Hierauf gelangte er zur Gruft Adams, des Urmenschen. Da ertönte eine Hallstimme und sprach: Du hast das Abbild meines Ebenbildes geschaut, mein Ebenbild selbst darfst du aber nicht schauen. – Ich muß ja aber die Gruft messen!? – Das Maß der inneren gleicht dem Maße der äußeren. Und nach demjenigen, welcher sagt, es waren zwei Stöcke, einer über dem anderen: das Maß des unteren gleicht dem Maße des oberen.
ו א"ר בנאה נסתכלתי בשני עקיביו ודומים לשני גלגלי חמה הכל בפני שרה כקוף בפני אדם שרה בפני חוה כקוף בפני אדם חוה בפני אדם כקוף בפני אדם אדם בפני שכינה כקוף בפני אדם
6 R. Banaá erzählte: Ich schaute seine beiden Fersen, und sie glichen zwei Sonnenkugeln. Jeder andere erscheint vor Sara wie ein Affe vor einem Menschen; Sara vor Hava wie ein Affe vor einem Menschen; Hava vor Adam wie ein Affe vor einem Menschen; Adam vor der Göttlichkeit wie ein Affe vor einem Menschen.
ז שופריה דרב כהנא (מעין שופריה דרב שופריה דרב) מעין שופריה דרבי אבהו שופריה דר' אבהו מעין שופריה דיעקב אבינו שופריה דיעקב אבינו מעין שופריה דאדם הראשון
7 Die Schönheit R. Kahanas hatte etwas von der Schönheit R. Abahus; die Schönheit R. Abahus hatte etwas von der Schönheit unseres Vaters Jáqob; die Schönheit unseres Vaters Ja͑qob hatte etwas von der Schönheit Adams, des Urmenschen.
ח ההוא אמגושא דהוה חטיט שכבי כי מטא אמערתא דרב טובי בר מתנה תפשיה בדיקניה אתא אביי א"ל במטותא מינך שבקיה לשנה אחריתי הדר אתא תפשיה בדיקניה אתא אביי לא שבקיה עד דאייתי מספרא וגזיא לדיקניה
8 Einst war ein Magier, der die Toten ausgrub, und als er an die Gruft des R. Ṭobi b. Mathna herankam, erfaßte ihn dieser beim Barte. Da kam Abajje und sprach zu ihm: Ich bitte dich, laß ihn. Im folgenden Jahre kam er wieder, und er erfaßte ihn wiederum beim Barte, und auch als Abajje herankam, ließ er ihn nicht los, bis er eine Schere holte und ihm den Bart abschnitt.
ט ההוא דאמר להו חביתא דעפרא לחד בראי חביתא דגרמי לחד בראי חביתא דאודרא לחד בראי לא הוו ידעי מאי קאמר להו אתו לקמיה דרבי בנאה אמר להו אית לכו ארעא אמרו ליה אין אית לכו חיותא אין אית לכו בסתרקי אין אי הכי הכי קאמר לכו
9 Einst sagte jemand: Meinem einen Sohne ein Faß mit Erde, meinem anderen Sohne ein Faß mit Knochen und meinem dritten Sohne ein Faß mit Werg. Da wußten sie nicht, was er ihnen sagte. Als sie darauf zu R. Banaa͑ kamen, fragte er sie: Habt ihr Grundbesitz? Sie erwiderten ihm: Jawohl. – Habt ihr Vieh? – Jawohl. – Garderobe? – Jawohl. – Wenn dem so ist, so hat er dies gemeint.
י ההוא גברא דשמעה לדביתהו דקא אמרה לברתה אמאי לא צניעת באיסורא הך איתתא עשרה בני אית לה ולית לי מאבוך אלא חד כי שכיב אמר להו כל נכסי לחד ברא
10 Einst hörte jemand seine Frau zu ihrer Tochter sprechen: Weshalb bist du nicht diskret genug? Ich habe zehn Söhne, und nur einer ist von deinem Vater. Als er im Sterben lag, sprach er: Mein ganzes Vermögen soll meinem einen Sohne gehören.
יא לא ידעי להי מינייהו אתו לקמיה דרבי בנאה אמר להו זילו חבוטו קברא דאבוכון עד דקאי ומגלי לכו להי מינייכו שבקא אזלו כולהו ההוא דבריה הוה לא אזל אמר להו כולהו נכסי דהאי אזלו אכלו קורצא בי מלכא אמרי איכא גברא חד ביהודאי דקא מפיק ממונא מאנשי בלא סהדי ובלא מידי אתיוהו חבשוהו
11 Da wußten sie nicht, welchem von ihnen, und als sie sich an R.Banaá wandten, sprach er zu ihnen: Geht, schlaget auf das Grab eures Vaters, bis er auf steht und euch offenbart, wem von euch er es hinterlassen hat. Hierauf gingen sie alle hin, der eine aber, der sein wirklicher Sohn war, ging nicht. Da sprach er zu ihnen: Das ganze Vermögen gehört diesem. Hierauf gingen sie und zeigten ihn bei der Regierung an, indem sie sprachen: Es gibt einen Mann bei den Juden, der ohne Zeugen und ohne Beweisführung den Leuten Geld abnimmt. Daraufhin holte man ihn und sperrte ihn ein.
יב אזלא דביתהו אמרה להו עבדא חד הוה לי פסקו לרישיה ופשטו למשכיה ואכלו בישריה וקא מלו ביה מיא ומשקו ביה לחברייא ולא קא יהבי לי דמי ולא אגריה
12 Da ging seine Frau hin und klagte vor ihnen: Ich hatte einen Knecht und man schlug ihm den Kopf ab, zog ihm die Haut ab, aß sein Fleisch und schöpfte mit ihm Wasser, das man den Genossen zu trinken gab; mir aber zahlte man keinen Ersatz und keinen Lohn.
יג לא ידעי מאי קא אמרה להו אמרי ניתו לחכימא דיהודאי ולימא קריוהו לר' בנאה אמר להו זרנוקא אמרה לכו אמרי הואיל וחכים כולי האי ליתיב אבבא ונידון דינא
13 Sie verstanden nicht, was sie zu ihnen sprach, und sagten daher: Wir wollen den Weisen der Juden holen, und er soll es uns sagen. Alsdann ließen sie R. Banaá kommen und er sprach zu ihnen: Sie spricht zu euch von einem Schlauche. Hierauf sprachen sie: Da er so weise ist, mag er am Tore sitzen und Recht sprechen.
יד חזא דהוה כתיב באבולא כל דיין דמתקרי לדין לא שמיה דיין אמר להו אלא מעתה אתא איניש מעלמא
14 Er sah, daß am Stadttore geschrieben stand: Ein Richter, der vor Gericht geladen wird, ist kein Richter. Da sprach er zu ihnen: Demnach könnte irgend jemand kommen,